Erläuterungen zum 10. Schritt: Giro- und Sparkonten

Die Guthaben auf Girokonten sind vom Treuhänder einzuziehen. Gleiches gilt für Sparverträge oder sonstig durch Aktienkäufe, Beteiligung an Fondgesellschaften u.s.w. erworbenes Vermögen.

Auch hier gilt:
Es gibt pfändungsfreies Einkommen, jedoch kein pfändungsfreies Vermögen.

  Zur Information:
Sie sind nicht verpflichtet, zur Befriedigung Ihrer Gläubiger Ihren Dispositionskredit auszunutzen.
Wenn das Konto einen negativen Saldo hat, so sind Sie damit nicht verpflichtet, das Konto weiter ins Minus zu führen, um Ihre Gläubiger zu befriedigen.

Das Guthaben auf Sparkonten nebst Zinsen ist in vollem Umfang Insolvenzmasse und muss den Gläubigern zur Verfügung gestellt werden.


Bitte geben Sie zunächst den genauen Namen des Kreditinstituts (Bank, Sparkasse usw.) an, bei dem Sie das jeweilige Konto unterhalten, sodann die genaue Kontonummer und zu Nr. 2 bis 6 zusätzlich die Art des Kontos.

Bei Termin-, Tagegeld- oder Festgeldkonten sowie bei Sparkonten und Ratensparverträgen ist zusätzlich der genaue Zeitpunkt der Fälligkeit der Einlagen anzugeben. In die Spalte "Stichtag" tragen Sie bitte den Zeitpunkt ein, zu dem Sie den Kontostand ermittelt haben. Dabei sollte die Angabe zeitnah zum Insolvenzantrag erfolgen, also zum Zeitpunkt der Antragstellung möglichst nicht älter als drei Wochen sein. Bei Konten, die im Soll geführt werden, geben Sie als Guthaben einfach einen Minusbetrag ein.

Das Formularfeld für Geschäftsanteile an Genossenschaftsbanken finden Sie unter dem Menupunkt "Beteiligungen".
Zinseinkünfte tragen Sie bitte unter dem Menupunkt "Einkünfte" ein.


  Tipp:
Bitte beachten Sie, daß die Bank unmittelbar nach Kenntnis der Insolvenz Ihr Konto sperren wird, da die Verfügungsgewalt direkt auf den Treuhänder übergeht. Das gilt auch dann, wenn Sie ein Gemeinschaftskonto (z.B. mit Ihrem Ehepartner) führen. Wir empfehlen daher, das Konto vor dem Antrag zu trennen.