Erläuterungen zum 9. Schritt: Grundlegende Angaben

Die zweite Phase beginnt mit einigen grundlegenden Angaben.

1. Gericht:
Sie werden als Erstes nach dem für Sie zuständigen Amtsgericht gefragt. Wählen Sie hier aus unserer Auswahlliste, in denen alle in Frage kommenden Amtsgerichte aufgeführt sind, das entsprechende Gericht aus.

  Tipp:
Da für Insolvenzverfahren nur solche Amtsgerichte zuständig sind, die gleichzeitig Sitz des Landgerichtes sind, werden Sie evtl. Ihren Wohnort in der Liste nicht finden. Die Gerichte sind nach PLZ sortiert. Sollten Sie bei der Auswahl unsicher sein, hilft Ihnen unsere Hotline gerne weiter.


2. - 4. Beruf / Beteiligung am Erwerbsleben:
Ihren erlernten Beruf sollten Sie so genau wie möglich angeben, ebenso Ihre derzeitige oder letzte berufliche Tätigkeit, soweit diese von Ihrem erlernten Beruf abweicht. Zur Frage nach Ihrer Beteiligung am Erwerbsleben können Sie gegebenenfalls auch mehrere Felder ankreuzen. Falls Sie früher selbständig tätig waren, müssen Sie Ihre ehemalige selbständige Tätigkeit genau bezeichnen. Sollten Sie im Zeitpunkt der Antragstellung noch selbständig tätig sein, müssen Sie in das Regelinsolvenzverfahren wechseln.


5. Verfahrensbevollmächtigte(r):
Wenn Sie einen Verfahrensbevollmächtigten oder eine Verfahrensbevollmächtigte für das Insolvenzverfahren haben, teilen Sie bitte zunächst mit, ob sich diese Vollmacht über das gesamte Verfahren erstreckt oder auf die Durchführung des gerichtlichen Schuldenbereinigungsverfahrens beschränkt ist. Angehörige einer als geeignet anerkannten Stelle, die nicht über eine Zulassung nach dem Rechtsberatungsgesetz verfügen, sind als Verfahrensbevollmächtigte nur für das gerichtliche Schuldenbereinigungsverfahren zugelassen (§ 305 Abs. 4 InsO). Sie können eine schriftliche Vollmacht, aus der sich der Umfang der Bevollmächtigung ergibt, beifügen. Die Vollmacht kann auch nachgereicht werden.


6. Antrag auf Stundung der Gerichtskosten:
Die neue Insolvenzordnung sieht die Möglichkeit vor, daß die Verfahrenskosten gestundet werden.
Wenn Sie keinen Nullplan vorlegen, werden die Kosten alsdann aus der Masse vorab an Gericht und Treuhänder zu Lasten der Gläubiger abgeführt. Wenn Sie einen Nullplan vorlegen, müssen Sie die Kosten nach Erteilung der Restschuldbefreiung aus eigenen Mitteln aufbringen.

  Tipp:
Wir empfehlen Ihnen, die Frage, ob Sie einen Antrag auf Stundung der Gerichtskosten stellen möchten, zu bejahen. In diesem Fall wird dieser Antrag auf Stundung automatisch der Liste aller Antragsformulare, die Sie später ausdrucken werden, beigefügt.